Selbstmordanschlag beim Grenzübergang zum Gazastreifen
Gaza (AFP) — Ein palästinensischer Selbstmordattentäter hat einen Anschlag in der Nähe des Grenzübergangs Eres zwischen dem Gazastreifen und Israel verübt. Außer dem Attentäter, der sich mit rund 400 Kilo Sprengstoff in einem Lastwagen in die Luft sprengte, gab es nach ersten Angaben keine weiteren Opfer. Die radikalislamische Organisation Islamischer Dschihad bekannte sich zu dem Anschlag. Sie teilte mit, der Lastwagen des Attentäters sei früher als geplant explodiert und zu diesem Zeitpunkt noch wenige hunderte Meter von dem Grenzübergang entfernt gewesen.
Der 23-Jährige Attentäter sei ein Mitglied des bewaffneten Arms der Organisation, der El-Kuds-Brigaden, gewesen, hieß es.
Durch die heftige Explosion wurden mehrere palästinensische Gebäude beschädigt. Anschließend sei es Schusswechseln zwischen Palästinensern und Israelis gekommen, bei denen aber niemand verletzt wurde, berichtete der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Israel. Nach palästinensischen Angaben beschoss das Militär auch ein Fahrzeug mit weiteren bewaffneten Palästinensern, das dem Lastwagen folgte. Die Insassen seien geflohen, nachdem ihr Auto sich überschlagen habe.

