Quelle erwägt Einstieg in den Arznei-Versand
Berlin (AFP) — Nach dem Einstieg der Drogeriemarktketten Schlecker und dm in den Versandhandel mit Medikamenten erwägt auch das Versandhaus Quelle ein Engagement in diesem Bereich. "Selbstverständlich sind Medikamente ein hochinteressantes Sortiment auch für uns", sagte der Geschäftsführer der Quelle-Muttergesellschaft Primondo, Marc Sommer, in einem Zeitungsinterview. Arzneimittel würden gut in den Quelle-Katalog oder auf die Internet-Plattform Quelle.de passen. Dort biete das Unternehmen bereits viele Produkte aus den Bereichen Gesundheit und Wellness an.
"In dem Markt sehen wir großes Potenzial", sagte Sommer der Tageszeitung "Die Welt". Der Drogerie-Discounter Schlecker hatte vor wenigen Wochen mit dem Versandhandel von Medikamenten begonnen. Dazu kooperiert das Unternehmen mit der niederländischen Online-Apotheke Vitalsana. Auch Schlecker-Konkurrent dm testet in 87 Filialen in Nordrhein-Westfalen ein ähnliches Modell. Dm arbeitet für sein Geschäftsmodell ebenfalls mit einem niederländischen Unternehmen zusammen, der Europa Apotheek in Venlo. Bislang ist der Versandhandel mit verschreibungspflichtigen Medikamenten deutschen Unternehmen gesetzlich untersagt. Ausländische Anbieter dagegen dürfen die Präparate nach Deutschland verschicken. Die Versandhändler bieten Verbrauchern unter anderem Rabatte auf die Rezeptgebühr.

