Hoher Stahlpreis bedroht aut Branche Existenz von Betrieben

Düsseldorf (AFP) — Der drastische Anstieg der Stahlpreise gefährdet nach Angaben der Branche die Existenz vieler stahl- und metallverarbeitender Betriebe in Deutschland. Den ab dem zweiten Halbjahr erwarteten Kostenschub von 50 Prozent und mehr könnten die Firmen hierzulande nicht ausweichen, sagte der Hauptgeschäftsführer des Wirtschaftsverbandes Stahl- und Metallverarbeitung, Andreas Möhlenkamp, dem "Handelsblatt". Im Vergleich zu 2004 sei die Situation nun viel gefährlicher - damals habe sich zeitweise jedes sechste Unternehmen der Branche in seiner Existenz bedroht gesehen. Möhlenkamp wirft den Stahlproduzenten vor, ihre Angebotsmacht auszunutzen.

Der Stahlhersteller ArcelorMittal hatte am Wochenende eine Preiserhöhung von 60 Prozent in mehreren Schritten angekündigt und auf die gestiegenen Rohstoffpreise verwiesen. Sie hätten sich in den vergangenen zwölf Monaten fast verdoppelt, sagte Jean-Luc Maurange der Zeitschrift "Automobilwoche". Nicht nur Eisenerz, auch die Kosten für Energie und Fracht hätten sich verteuert.

ArcelorMittal ist Weltmarktführer und liefert rund 23 Prozent des Stahlbedarfs der deutschen Autohersteller. Der Marktanteil in Europa liegt nach Unternehmensangaben bei 50 Prozent.

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