Langjährige Haftstrafe für 36-Jährigen nach tödlichem SM-Sex

Kiel (AFP) — Weil er seine Partnerin beim Sadomaso-Sex getötet haben soll, ist ein 36-Jähriger zu zwölfeinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das Kieler Landgericht verhängte gegen den Mann zudem anschließende Sicherungsverwahrung. Es sprach ihn des Totschlags sowie der versuchten sexuellen Nötigung der Tochter seines Opfers in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung schuldig. Während seiner Haftzeit soll der 36-jährige Alkoholiker zeitweise in einer Entziehungsanstalt untergebracht werden.

Laut Anklage hatte der Mann seine 45-jährige Partnerin kurz vor dem Jahreswechsel 2007 in deren Wohnung in Neumünster geschlagen, getreten und schließlich erdrosselt. Drei Tage danach habe er ihre damals 21-jährige Tochter in die Wohnung gelockt, um sie zu Sadomaso-Sex zu zwingen. Zu diesem Zweck habe er ihr ein Gummiband um den Hals gelegt. Die 21-Jährige habe sich aber gewehrt und schließlich befreien können. Sie trat in dem Prozess als Nebenklägerin auf.

Die Staatsanwaltschaft war zunächst von einem Mord "zur Befriedigung des Geschlechtstriebs" ausgegangen, hatte aber im Verlauf des Prozesses dieses Mordmerkmal fallengelassen. Sie hatte am Ende unter anderem auf Totschlag plädiert und eine Gesamtfreiheitsstrafe von 14 Jahren gefordert, die Nebenklage verlangte 15 Jahre Haft. Die Verteidigung hatte zehn Jahre Gefängnis beantragt.