Schuldeingeständnis von US-Senator Craig rechtskräftig

Washington (AFP) — Der über eine "Toiletten-Affäre" gestolperte US-Senator Larry Craig hat einen Rückschlag im Kampf um seine Rehabilitation hinnehmen müssen. US-Richter Charles Porter lehnte am Donnerstag einen Antrag Craigs ab, sein Schuldeingeständnis für ungültig erklären zu lassen. Das Geständnis sei "präzise, freiwillig und wissentlich" abgelegt worden. Bei Craig handele es sich um einen Karriere-Politiker von überdurchschnittlicher Intelligenz. "Er wusste, was er sagte, las und unterschrieb", entschied Porter.

Craigs Sprecher war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Der Senator hatte jedoch angekündigt, er werde bei seiner Rücktrittsentscheidung bleiben, es sei denn, sein Antrag auf Rücknahme des Schuldeingeständnis habe Erfolg. Craig hatte im September erwogen, doch im Amt zu bleiben. Er werde möglicherweise auf seinen zum 30. September angekündigten Rücktritt verzichten, wenn die Vorwürfe gegen ihn bis dahin bereinigt seien, ließ er erklären.

Craig hatte sich nach seiner Festnahme in einer Flughafentoilette im Juni dazu bekannt, sich "anstößig" verhalten zu haben. Er zahlte zudem 575 Dollar Strafe. Nach Polizeiangaben hatte der Senator aus dem Bundesstaat Idaho versucht, auf der Toilette durch Hand- und Fußzeichen den Mann in der Nebenkabine zu Sexualkontakten aufzufordern. Bei dem Mann handelte es sich um einen Polizisten, der Craig festnahm. Der Senator gibt an, sein Verhalten sei falsch ausgelegt worden. Nach Kritik aus seiner eigenen Republikanischen Partei hatte er Anfang September seinen Rücktritt angekündigt.