Ahmadinedschad sagt Israel erneut den Kampf an
Teheran (AFP) — Der iranische Staatschef Mahmud Ahmadinedschad hat den fortwährenden Widerstand seines Landes gegen Israel "bis zur Befreiung von ganz Palästina" bekräftigt. "Das iranische Volk und andere Völker werden nicht eher ruhen, bis das gesamte palästinensische Territorium befreit ist", sagte Ahmadinedschad in einer im staatlichen Rundfunk ausgestrahlten Rede anlässlich des alljährlichen Kuds-Tages. An diesem Tag demonstrieren die Iraner ihre Solidarität mit den Palästinensern. Die Welt solle nicht glauben, dass der Iran oder andere Länder "ihre Hände von der Kehle der Zionisten und ihrer Anhänger nehmen", sagte Ahmadinedschad.
Erneut stellte Ahmadinedschad das Ausmaß des Holocaust in Frage. Der Iran "betrachtet Hitler und die Henker des Zweiten Weltkriegs als schwarze und dunkle Gestalten", sagte er. "Aber die iranische Nation hat eine Frage, und so lange es darauf keine klare und vernünftige Antwort gibt, wird sie bestehen bleiben." Zehntausende Iraner marschierten durch die Straßen der Hauptstadt und skandierten "Tod für Israel". Auf Bannern stand zu lesen: "Tod den Vereinigten Staaten" und "Palästina wird nur durch Kampf und Glauben frei". Eine junge Frau hatte die israelische Flagge dabei. "Ich werde sie verbrennen", kündigte sie an.
Ahmadinedschad schloss unterdessen jegliche Verhandlungen über das "Recht auf Atomkraft" seines Landes aus. "Das iranische Volk ist nicht dazu bereit, am Tisch zu sitzen und über seine absoluten nuklearen Rechte zu diskutieren", sagte er. Frankreich hatte wegen des umstrittenen Atomprogramms jüngst die Europäische Union (EU) zu weiteren Sanktionen gegen den Iran aufgefordert. Die Vereinten Nationen räumten Teheran vergangene Woche eine neue Frist bis November ein, um sein Programm zur Urananreicherung auszusetzen.

