ADAC weist auf Verbot alter Auto-Kindersitze hin
Berlin (AFP) — Autofahrern, die noch immer Uraltkindersitze im Wagen haben, droht von Dienstag an ein Bußgeld. Modelle mit den Prüfnormen ECE 44/01 und 44/02 dürften vom 8. April an europaweit nicht mehr verwendet werden, teilte der ADAC mit. Diese Sitze seien zum Teil über dreizehn Jahre alt und erfüllten daher die heutigen Sicherheitsstandards nicht mehr. Wer das Verbot missachte, könne mit einem Bußgeld von 30 Euro belangt werden. Unter anderem seien oft noch alte Sitzerhöher ohne Rückestütze im Umlauf.
Erlaubt sind künftig nur noch Autositze, die ein offizielles Prüfsiegel mit den gültigen Normen ECE R 44/03 oder 44/04 haben. Zu erkennen ist die Gültigkeit an der mehrstelligen Prüfnummer am Kindersitz, die unterhalb des schwarz umkreisten Buchstabens "E" steht. Beginnt die Nummer entweder mit den Ziffern 03 oder 04, gilt der Sitz als sicher.
Steffen Kahnt von der Aktion Autokindersitz warnt, noch immer würden veraltete Kindersitze auf Flohmärkten oder über Zeitungsanzeigen angeboten. Oft würden die Sitze auch ohne Bedienungsanleitung verkauft oder mit versteckten Schäden: "Wer solche 'Antiquitäten' nutzt, gefährdet die Sicherheit seines Kindes", betonte Kahnt.

