Stuttgart (AFP) — Käufer älterer Gebrauchtwagen müssen ab dem kommenden Jahr mehr für ihre Kfz-Versicherung zahlen. Der Grund ist, das die Versicherungen rund 70 Prozent aller Autofahrer ab Januar in eine neue Typklasse einstufen und dabei je nach Alter des Autos beim Kauf einen Zuschlag verlangen. Bei der Hälfte der Fahrzeughalter ändert sich nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) aber nur wenig. Dennoch lohne ein Preisvergleich bei den Autoversicherern, riet die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg am Dienstag. So ließen sich im Schnitt 100 bis 200 Euro jährlich sparen, sagte Versicherungsexperte Niels Neuhauser.
In der Kfz-Haftpflichtversicherung gibt es 16 Typklassen. Autofahrer werden darin nach Merkmalen wie Lebensalter, Alter des Autos beim Kauf oder Automodell eingestuft. Auch wer das Auto benutzt oder ob der Fahrzeughalter Wohnungseigentümer ist, wird berücksichtigt. Die Versicherungsbranche erhebt nach eigenen Angaben regelmäßig Daten zur Schadensentwicklung und passt danach ihre Statistiken für alle 18.000 Automodelle an.
Ein Vergleich der unterschiedlichen Tarife sei wegen der unzähligen Angebotsvarianten aber sehr schwierig, erklärte die Verbraucherzentrale in Stuttgart weiter. Sie und andere Verbraucherzentralen bieten deshalb einen unabhängigen Versicherungs-Check per Telefon an, der durchschnittlich rund 15 Euro koste.
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