Berlin/Brüssel (AFP) — Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) will das geplante Überholverbot für Lastwagen bei Schnee und Eisglätte auf Autobahnen so schnell wie möglich umsetzen. "Sicherheit geht vor Tempo. Deswegen will ich keine Elefantenrennen bei Eis und Schnee", sagte Tiefensee der "Bild"-Zeitung (Freitagsausgabe). Durch das Überholverbot könnten schwere Unfälle und Staus auf Autobahnen bei extremen Wetterbedingungen vermieden werden, sagte er. Die Länder-Verkehrsminister hatten sich auf ihrer Konferenz am Mittwoch und Donnerstag in Brüssel auf das Überholverbot geeinigt.
Das Lkw-Überholverbot könne möglicherweise bereits Anfang kommenden Jahres in Kraft treten, sagte Verkehrsstaatssekretär Matthias von Randow am Donnerstag in Brüssel. Neue Schilder seien dafür nicht nötig, da es sich um ein generelles Verbot im Rahmen der Straßenverkehrsordnung handele. Ausgearbeitet werden muss demnach aber noch, wann "extreme Wetterbedingungen" herrschen. Dabei wollen die Landesminister prüfen lassen, ob das Lkw-Überholverbot auch bei "Starkregen" gelten soll. Auch soll der Güterverkehrsbranche Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben werden.
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