Berlin (AFP) — In der Frage einer größeren Mitarbeiterbeteiligung an Unternehmen will die von der großen Koalition eingesetzte Arbeitsgruppe bis Ende des Jahres ein gemeinsames Konzept vorlegen. "Ich gehe davon aus, dass wir neben den direkten Beteiligungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an ihren Unternehmen auch eine Fondslösung entwickeln werden", erklärte der parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Olaf Scholz, in Berlin zu den Ergebnissen des ersten Treffens der Arbeitsgruppe. Mit dem angestrebten Kompromiss werde es vielen kleineren und mittelständischen Unternehmen überhaupt erst ermöglicht werden, eine Mitarbeiterbeteiligung anzubieten.
Für die SPD sei es wichtig, dass solch eine Beteiligung nicht anstelle des Tariflohns sondern neben diesem gezahlt werde, erklärte Scholz, der die Arbeitsgruppe zusammen mit CSU-Chef Erwin Huber leitet. Außerdem forderten die Sozialdemokraten eine Insolvenzsicherung, damit im Falle einer Firmenpleite nicht gleichzeitig der Arbeitsplatz und die Kapitalbeteiligung verloren gehe. Das nächste Treffen der Runde ist Anfang November geplant.
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